Außergewöhnliche Angebote an Internaten in Kanada und den USA
Es ist eine der Stärken von Privatschulen in Amerika, dass sie alle ihre eigenen Akzente setzen und ihre individuellen Stärken haben. Für internationale Schülerinnen und Schüler auf der Suche nach einem Platz für ein Auslandsjahr am Internat in Amerika eröffnet diese Tatsache großartige Möglichkeiten. Eine spezialisierte Internatsberatung für die USA und Kanada kann aus dem sehr großen Angebot genau die Schulen finden, die am besten zu Persönlichkeit, Interessen, Zielen und Voraussetzungen eines Bewerbers passen.
Einige amerikanische Internate versuchen, sich mit einem außergewöhnlichen akademischen Angebot zu positionieren, etwa mit Kursangeboten, die es an anderen Schulen nicht gibt. Andere können die Besonderheiten ihrer Umgebung für einzigartige Erlebnisse und Erfahrungen nutzen. Und wieder andere setzen auf außergewöhnliche Angebote im Sport- oder Kunstbereich, um Akzente zu setzen.
Bleibende Erlebnisse im Auslandsjahr in Amerika
Die Internate in den USA und Kanada, an denen internationale Schülerinnen und Schüler ein Auslandsjahr verbringen können, sind auf diese Situation sehr gut vorbereitet. Diese Schulen wissen, dass die Schüler aus dem Ausland nicht nur wegen des Unterrichts kommen. Stattdessen geht es oft vorrangig darum, den kulturellen und persönlichen Horizont zu erweitern. Ein gewisser Erlebnischarakter gehört daher oft zu dem, was man sich von einem Schuljahr in Amerika erwartet. Sie alle bieten spezielle Programme für internationale Schüler an, die von Orientierungstagen zu Beginn des Schuljahres bis zu Ausflügen an den Wochenenden reichen. Manche bieten sogar gemeinsame Reisen während der Kurzferien im Frühjahr und Herbst an. Vor allem aber ist es der School Spirit, der nach dem Auslandsjahr lange im Gedächtnis bleibt. Der Teamgeist untereinander und die Verbundenheit zur Schule sind charakteristisch für amerikanische Internate und haben oft genug das Potenzial, den Schülern aus dem Ausland wieder mehr Lust auf Schule zu machen.
Wer sich für ein Auslandsjahr am Internat in den USA oder Kanada interessiert, kann also sicher sein, dass auf der Rückreise einzigartige Erfahrungen und bleibende Eindrücke im Gepäck sein werden. Amerikanische Privatschulen wissen nicht nur mit kleinen Klassen zu überzeugen, sondern auch mit einer guten bis sehr guten Ausstattung. Hervorragende Sportanlagen wie multifunktionale Hallen und Stadien sind Standard, viele Internate haben auch eigene Eissporthallen, Reitanlagen oder Schwimmbäder. Gut ausgestattete Labore, Kunst- und Musikräume sowie Technikräume sind ebenfalls selbstverständlich und tragen zu einem positiven Gesamteindruck bei. Und an einigen Schulen sind diese Eindrücke sogar von ganz ungewöhnlicher Natur, wie die folgenden Beispiele zeigen.
Florida Preparatory School: Flugschule
Klar, ein Highschool-Diplom zum Ende der Schulzeit in Amerika ist etwas, was man stolz vorzeigen kann. Aber wie wäre es, wenn man zusätzlich auch gleich noch den Pilotenschein präsentieren könnte? Das geht an der Florida Preparatory School, einem Internat in Florida. Schon seit über 50 Jahren gibt es hier eine Kooperation mit einer Flugschule, deren Training nahtlos in das normale Unterrichtsprogramm eingebunden wird. Zudem gibt es einen professionellen Flugsimulator auf dem Campus. Viele ehemalige Schüler der Florida Prep haben diese Option genutzt und sich später beruflich mit der Fliegerei beschäftigt.
Kents Hill School: Skipiste
Es ist nicht ungewöhnlich, dass an Schulen in der nördlichen Hälfte der USA im Winter auch Skifahren auf dem Angebotsprogramm stehen. In der Regel kann das Ski-Team der jeweiligen Schule dabei auf eine etablierte Abfahrt in der Nähe zurückgreifen. Die Kents Hill School im Bundesstaat Maine hat es noch etwas besser. Sie hat eine eigene Skipiste, die nur wenige Meter vom Campus entfernt liegt und von dort aus zu Fuß erreichbar ist. Die steile und landschaftlich sehr schöne Abfahrt hat einen eigenen Skilift und eine Hütte mit Trainingsräumen. Mithilfe eigener Schneekanonen sorgt die Kents Hill School dafür, dass ihre Ski-Mannschaft immer gut trainieren kann. Die Anlage wird daneben auch für den Unterricht genutzt. Die Schülerinnen und Schüler lernen hier nicht nur selbst Schnee zu machen, sondern nutzen die Daten der zahlreichen Messstationen auch für Forschung im Bereich Umwelt, Klima und Wetter.
St. Stephen’s Episcopal School: Familiäre Anbindung
Internate tun viel dafür, um ihren Schülerinnen und Schülern ein Zuhause auf Zeit zu bieten. Dafür sind insbesondere die Hauseltern zuständig. Diese sind ein wichtiger Teil des Betreuungsnetzes an amerikanischen Internaten und in den meisten Fällen die erste Anlaufstelle für Herausforderungen aller Art. Sie schaffen in den Unterkünften eine familiäre Atmosphäre, sprechen viel mit den Schülern, organisieren Ausflüge und Unternehmungen und vieles mehr. Die St. Stephen’s Episcopal School in Texas geht noch einen Schritt weiter. Hier bekommt jeder internationale Schüler, der im Internat lebt, zusätzlich eine Gastfamilie aus der Umgebung zugeteilt. Diese Familien bieten gemeinsame Unternehmungen an und unterstützen ihre Schützlinge, wann immer sie Hilfe benötigen. Selbstverständlich hat die Schule daneben auch das übliche Betreuungs- und Aktivitätsangebot eines guten Internats. Mit dem Host Family Program hat sie aber ein zusätzliches Angebot, das den internationalen Schülern das Leben in Amerika näherbringt.
Ridley College: Eiskunstlauf
Die Sportprogramme zählen zu den wichtigsten Merkmalen eines Internats. Einige Sportarten wie Fußball, Tennis oder Basketball werden von so gut wie allen Internaten in den USA und Kanada angeboten. Viele weitere Sportarten sind ebenfalls weit vertreten, so dass junge Sportler jederzeit ein Sportinternat in Amerika finden können, an dem ihr Talent auf sehr guten Sportanlagen und mit professionellen Coaches gefördert wird. Das Ridley College in Kanada war schon immer eine Schule, an der Sportler alles finden, was sie sich wünschen. Und hier gibt es auch ein besonderes Angebot, das man in dieser Form an keinem anderen Internat in Amerika findet. Die Schule hat nämlich ein Elite-Programm für Eiskunstlauf ins Leben gerufen. Das Programm sieht intensives Training auf und neben dem Eis vor, das perfekt in das akademische Angebot integriert wird. Ebenso wie bei den anderen Sport-Akademieprogrammen für Basketball, Rudern und Eishockey haben die jungen Athleten dabei Zugang zu hochkarätigen Wettkämpfen und sportmedizinischer Betreuung.
Tabor Academy: Segelschiff
Segeln ist ein Sportangebot, das man hin und wieder an Internaten in Amerika finden kann. So auch an der Tabor Academy, einer angesehenen und akademisch vielseitigen High School im US-Bundesstaat Massachusetts. Hier allerdings bringt man dieses Angebot auf ein neues Level. Der Schule gehört das 35 Meter lange Großsegelschiff SSV Tabor Boy, ein Schulschiff mit zwei Masten. Bei mehrtägigen Fahrten mit dem Schiff lernen sich die Schülerinnen und Schüler untereinander kennen und entwickeln den Teamgeist, der sich in einer besonders starken Schul-Community zeigt. Daneben ist die SSV Tabor Boy aber auch ein wichtiger Bestandteil des akademischen Programms. In Fächern wie Umweltwissenschaften oder Meeresbiologie lernen die Schüler an Bord Inhalte aus erster Hand und durch direktes Erleben.
Branksome Hall: Zentrum für Innovation und Technologie
Für die meisten Internate in den USA und Kanada ist es selbstverständlich, dass sie ihren Schülerinnen und Schülern Raum und Möglichkeiten für Innovation, Kreativität und Denken über den Tellerrand hinaus bieten. Gut ausgestattete Labore, Räume zur Weiterentwicklung von Ideen und die Einführung in Themen wie Unternehmensleitung oder Finanzwirtschaft gehören daher vielerorts zum Programm. Branksome Hall, ein kanadisches Internat für Mädchen in Toronto, hat in dieser Hinsicht das wohl fortschrittlichste Angebot. Das nagelneue Innovation Centre auf dem Campus heißt iCast und ist eine wahre Fundgrube und Spielwiese für frische Ideen aller Art. Zur Ausstattung des Centers gehört neben eher klassischen Bestandteilen wie einer einem Raum für Robotik und einer Holzwerkstatt auch Platz, um eigene Ideen Investoren und möglichen Unterstützern zu präsentieren. Das Prunkstück ist aber das hochmoderne STEAM Studio. Hier können die Schülerinnen ihre Projekte mit Hilfe von KI entwickeln oder mit VR-Anwendungen testen, verbessern und experimentieren.
Wilbraham & Monson Academy: Börsenhandel
Im Großraum rund um Boston im Nordosten der USA gibt es eine besonders große Zahl von Privatschulen, an denen internationale Schülerinnen und Schüler ein Auslandsjahr verbringen können. Die Wilbraham & Monson Academy hat sich unter diesen etwa mit dem umfangreichen Sportprogramm einen Namen gemacht, aber auch mit einem sehr vielseitigen Angebot an Wahlkursen. Einem weiteren Highlight begegnet man im schuleigenen Center for Entrepreneurship, Economics and Finance. Hier lernen Schüler, die sich für eine Karriere im Bereich Business und Finanzen interessieren, ihr erstes Handwerkszeug. Dabei können sie an der Wilbraham & Monson Academy auf eine Einrichtung zurückgreifen, die es in dieser Form nur hier gibt. Die Schule verfügt über einen Trading Room, ausgestattet mit Monitoren und Kurstickern, in dem die Schüler das Handeln an der Börse in realer Umgebung erleben können.
Madeira School: Berufliche Praktika
Die Highschools in den USA und Kanada sind darauf ausgerichtet, ihre Absolventinnen und Absolventen auf das College vorzubereiten. Neben der akademischen Ausbildung in den Lernfächern gehen die Schulen dabei oft verschiedene Wege, um auch eine erste Orientierung für die Karriereplanung zu ermöglichen. Die Madeira School, ein Internat für Mädchen in der Nähe von Washington, DC hat in dieser Hinsicht ein besonderes Angebot. Wer hier bis zum Abschluss bleibt, wird während der Schulzeit gleich drei berufliche Praktika absolviert haben. Die Schule hat dafür Kooperationen mit mehreren hundert Unternehmen und Einrichtungen in der Umgebung und kann somit auch bei außergewöhnlichen Interessen und Berufszielen ein Praktikum vermitteln. Ein besonderes Highlight wartet in der 11. Klasse. Dann nämlich bekommen alle einen Praktikumsplatz am Capitol Hill, entweder bei Kongressabgeordneten oder bei einer Interessengemeinschaft oder NGO, die dort tätig ist.
Appleby College: Outdoor-Campus
Kanada ist ein riesiges Land mit vielen Millionen Quadratkilometern Natur und Wildnis. Klar also, dass internationale Schüler auch etwas von der natürlichen Schönheit dieses Landes sehen wollen, wenn sie ein Auslandsjahr in Kanada verbringen. Die meisten kanadischen Internate haben daher verschiedene Outdoor-Programme im Angebot. Da gibt es etwa Campingtrips. Mountainbike-Touren, Klettern, Reiten und ähnliche Ideen. Am Appleby College gibt es alles das auch, aber die Schule verfügt dafür über ein Plus. Sie besitzt einen zweiten Campus, den sogenannten „Northern Campus“ in Temagami, einer Gegend, die von unendlich erscheinenden Wäldern und Seen mit kristallklarem Wasser geprägt wird. Die Schülerinnen und Schüler des Appleby College bekommen regelmäßig die Gelegenheit, für eine Zeit auf diesen Campus mitten in der Natur umzusiedeln. Sie können hier zum Beispiel Kanu fahren, Outdoor-Skills erwerben und ganz nebenbei viel für die Stärkung ihrer Gemeinschaft tun.
Hawaii Preparatory Academy: Schutz von Wasserschildkröten
Alle Orte in Nordamerika, an denen man ein Auslandsjahr am Internat verbringen kann, haben ihre Eigenheiten und Besonderheiten. Aber man muss zugeben, dass der Bundesstaat Hawaii selbst für die Amerikaner noch einmal eine spezielle Position einnimmt. Wer das Glück hat, ein Schuljahr an der Hawaii Preparatory Academy zu verbringen, wird schnell die besondere Verbindung der Schule zu ihrer Heimat kennenlernen. Hawaiianische Geschichte und Kultur gehören hier fest zu den Inhalten, die das Internat vermitteln möchte. Und dazu kommt eine große Achtsamkeit für die Natur und Ökologie Hawaiis. Das zeigt sich vielleicht am deutlichsten am Programm zur Erforschung und zum Schutz von Meeresschildkröten, das die Hawaii Prep in Kooperation mit der nationalen Meeresschutzbehörde NOAA bereits seit 1987 anbietet. In diesem Programm werden die Schildkröten biometrisch vermessen und mit Trackern versehen. Die daraus gewonnenen Daten leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Tiere. Sie dienen zudem immer wieder als Grundlage für Forschungsarbeiten.
Die genannten Beispiele zeigen, dass jedes Internat in den USA und in Kanada seinen eigenen Charakter hat. Die Schulen unterscheiden sich schon allein in ihrer Location und den damit verbundenen Besonderheiten der jeweiligen Umgebung. Daneben sind aber auch verschiedene grundsätzliche Philosophien zur Schulbildung zu finden und natürlich eine riesige Bandbreite an Unterschieden im Hinblick auf angebotene Fächer, Sportangebote, Kunst- und Musikprogrammen oder Freizeitaktivitäten. Diese Vielfalt unterstreicht die Bedeutung einer individuellen Internatsberatung. Ein auf Amerika spezialisierter Internatsberater kennt die Schwerpunkte und Angebote der Schulen genau und kann so für jeden Interessenten die Schule finden, die genau zum jeweiligen Profil passt.


