IB-Schulen in Amerika: Die anerkannte Alternative
Ein Schuljahr im Ausland, das ist eine spannende, neue Erfahrung und eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag zuhause. In Internaten in den USA und Kanada lernen die Schülerinnen und Schüler aus Europa eine andere Bildungswelt kennen, mit anderen Schwerpunkten und anderen Möglichkeiten, gerade auch im Freizeit- und Sportbereich. Doch der wichtigste Aspekt eines Auslandsjahrs ist natürlich das schulische Angebot. In dieser Hinsicht stellen IB-Schulen in Amerika häufig eine gute Alternative dar.
Anerkennung der Schulzeit im Ausland
Wer sich dazu entschließt, Schulzeit im Ausland zu verbringen, plant in vielen Fällen, nach einem Jahr wieder an die heimische Schule zurückzukehren und im Heimatland den Abschluss zu machen. In diesen Fällen empfiehlt es sich, vor Antritt des Auslandsjahrs an der eigenen Schule nachzufragen, welche Fächer im Ausland am besten belegt werden sollten. IB-Schulen in Amerika bieten ein Curriculum, das diese Ansprüche in aller Regel sehr gut erfüllen kann. Andere entscheiden sich dagegen dafür, an einer Schule in Amerika den Abschluss zu machen. Wer sich dabei die Option offenhalten möchte, mit diesem Abschluss ein Studium in anderen Ländern als den USA oder Kanada zu beginnen, sollte für den Auslandsaufenthalt eine IB-Schule in Amerika in Erwägung ziehen.
IB-Schulen in Amerika als Sprungbrett an internationale Universitäten
Das International Baccalaureate (IB) wurde 1968 in der Schweiz mit dem Ziel ins Leben gerufen, eine Vereinheitlichung von Schulabschlüssen zu erreichen. In einer Welt, in der die Menschen viel mobiler sind als frühere Generationen, ist es keineswegs mehr selbstverständlich, dass man in demselben Land studiert oder eine Karriere beginnt, in dem man auch seinen schulischen Abschluss erworben hat. Diese Tatsache bringt Herausforderungen mit sich, was die Bewertung von Abschlüssen angeht: Ist der amerikanische Highschool-Abschluss gleichzusetzen mit dem deutschen Abitur? Bedeutet das Diplom der kanadischen Provinz Ontario dasselbe wie die Matura aus Österreich?
Mit solchen Überlegungen muss sich nicht beschäftigen, wer den Schulabschluss an einer IB-Schule in Amerika erwirbt. Das International Baccalaureate wird an allen Schulen überall in der Welt, die an dem Programm teilnehmen, nach denselben Standards und Richtlinien angeboten. Ein IB-Abschluss aus Amerika hat damit dieselbe Bedeutung wie ein IB-Abschluss, der in einem europäischen Land gemacht worden ist. Wurden die Bedingungen des IB eingehalten und die erforderlichen Noten erreicht, so muss das Diplomzeugnis in Deutschland auch nicht erst dem Abitur gleichgestellt werden, sondern wird als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt. Dasselbe gilt auch für Universitäten in anderen Ländern, etwa in Amerika oder in Europa.
Gute Argumente sprechen für das IB
Für alle Schülerinnen und Schüler, die nach dem Abschluss an eine Universität wechseln wollen, stellt das international Baccalaureate also eine gute Option und Alternative zu den jeweiligen nationalen Schulabschlüssen dar. Doch auch aus Sicht der Hochschulen bietet das IB einige Vorteile. Wer dem Zulassungsausschuss einer Universität ein IB-Diplom vorlegt, demonstriert damit automatisch, dass er oder sie Unterricht in einem breitangelegten Curriculum erhalten hat. Fremdsprachen, Mathematik, Natur- und Sozialwissenschaften müssen zwingend belegt werden, um den IB-Abschluss zu erreichen. In dieser Hinsicht ist das IB etwa dem deutschen Abitur recht ähnlich und deckt einen deutlich weiter gefassten Lernbereich ab als das zum Beispiel bei den britischen A-Levels der Fall ist. Und die Hochschulen wissen noch einen anderen Umstand beim IB zu schätzen: Neben dem fachbezogenen Unterricht gehören beim IB immer auch Projektarbeit und das Erlernen der Vorgehensweisen beim wissenschaftlichen Arbeiten mit dazu. Beides sind Bereiche, die an der Hochschule von großer Bedeutung sind und so wissen es die Zulassungsstellen von Unis oft sehr zu schätzen, dass die Bewerberinnen und Bewerber sich dank des IB damit bereits auskennen.
IB-Schulen in Amerika
Insgesamt findet man in Nordamerika mehr als 2000 Schulen, die sich dem IB-Programm angeschlossen haben. Dieses Programm besteht allerdings aus mehreren Elementen, je nach Schulstufe. So gibt es IB-Programme für die Grundschule, Mittelstufe und Oberstufe sowie ein spezielles IB-Programm für berufsbezogene Schulen. Doch auch, wenn man die Suche auf die Schulen beschränkt, die zum IB-Diplom als Abschluss nach zwölf Schuljahren führen, sind es immer noch über 1000 Einrichtungen. Viele davon sind auch für Schülerinnen und Schüler aus dem Ausland zugänglich. Diese können hier ein Auslandsjahr verbringen und anschließend wieder in die Schulen ihres Heimatlandes zurückkehren oder sie können ihren IB-Abschluss in Amerika machen und haben dann die Auswahl zwischen Hochschulen in aller Welt, an denen sie studieren können.
Obwohl diese Schulen also alle denselben Rahmenbedingungen folgen, sind sie keineswegs alle gleich. IB-Schulen in Amerika unterscheiden sich in einer Vielzahl von Aspekten. Zum einen natürlich bei der Lage: Es gibt Schulen mit dem IB-Angebot an der Ost- und an der Westküste, in Städten und in ländlichen Gegenden, Schulen in den Bergen und solche in der Nähe der Küste. Weitere Unterscheidungen gibt es zum Beispiel bei der Größe der Schulen – man findet in Amerika sowohl IB-Schulen mit rund hundert Schülerinnen und Schülern insgesamt als auch solche mit mehr als tausend eingeschriebenen Schülern. Und sie unterscheiden sich in den Schwerpunkten, die sie setzen. Einige IB-Schulen in Amerika haben ein ausgeprägtes Angebot im Bereich Sport, andere bieten hervorragende Bedingungen für junge Kreative und einige haben im Unterrichtsangebot Kurse, die man an anderen Schulen vielleicht nicht findet. Da bei einem Auslandsjahr alle Elemente gut zur Persönlichkeit eines jeden Schülers passen sollte, damit Wohlfühlen garantiert ist, muss man die amerikanischen IB-Schulen sorgfältig vergleichen.
Beispiele für IB-Schulen in den USA
Die USA sind die Heimat einiger der besten Universitäten der Welt und diese wissen in ihren Zulassungsabteilungen den Wert eines Abschlusses mit dem IB-Diplom durchaus zu schätzen. Dementsprechend gibt es im Land auch eine ganze Reihe von IB-Schulen, an denen zumindest Teile des Programms des International Baccalaureate absolviert werden können. Leider sind nicht alle davon auch für Schülerinnen und Schüler ohne dauerhaften Wohnsitz im Land zugänglich. Dennoch bleiben viele tolle Schulen zur Auswahl. Hier einige Beispiele:
- North Broward Preparatory School
Dieses moderne und vielseitige Internat liegt im Süden Floridas und damit in einer der gefragtesten – und wettermäßig schönsten – Gegenden des Landes. Sie bietet ein anspruchsvolles und von vielen Wahlmöglichkeiten geprägtes akademisches Programm. Auf der anderen Seite kann sich auch das Freizeitprogramm sehen lassen, das unter anderem im Bereich der Bühnenkunst auf eine Zusammenarbeit mit der berühmten Juilliard School verweisen kann.
- Riverstone International School
Diese kleinere Schule liegt in Idaho, einem Bundesstaat im Westen der USA, der normalerweise nicht viel Beachtung von Familien erfährt, die sich für ein Schuljahr in Amerika interessieren. Dabei kann man gerade hier ein sehr authentisches Amerika-Erlebnis haben und die warmherzige Schulgemeinschaft sorgt dafür, dass sich jeder sofort zuhause fühlen kann.
- George School
Die George School ist ein altehrwürdiges Internat in Pennsylvania, gelegen zwischen Philadelphia und New York City. Die Schule ist bekannt für ihr hohes akademisches Niveau, aber auch für ein bemerkenswert weitreichendes Sport- und Freizeitangebot. Die Kunst hat einen hohen Stellenwert und daneben lohnt sich der Blick auf die vielen verschiedenen Sportarten, die hier betrieben werden können. Die George School hat sogar ein eigenes Reitsportzentrum auf dem Campus.
Beispiele für IB-Schulen in Kanada
Wer sich dafür entscheidet, den Schulabschluss in Kanada zu machen, hat ohnehin recht gute Karten für die Anerkennung in Europa. Die Abschlussdiplome der High Schools in Ontario und Québec können, bei Einhaltung einiger Voraussetzungen, zum Beispiel in Deutschland als Berechtigung für ein Studium anerkannt werden. Parallel dazu gibt es in Kanada eine Reihe von IB-Schulen mit sehr guten Angeboten.
Dieses Internat liegt auf der schönen Insel Vancouver Island ganz im Westen Kanadas. Sie ist eine der modernsten IB-Schulen Amerikas mit sehr gut ausgestatteten Lehrräumen und einem neuen, hellen Boardinggebäude. Diese einladende Atmosphäre ist die Heimat vieler Schülerinnen und Schüler aus aller Welt, für die es eine Vielzahl von Freizeit- und Ausflugsangeboten gibt.
Diese Schule besteht schon seit mehr als hundert Jahren, hat zuletzt aber viele Millionen in Neubauten und Modernisierungen gesteckt und zeigt sich ausgesprochen zeitgemäß. Die Luther College High School ist vor allem für die Schülerinnen und Schüler eine gute Wahl, die ein unverfälschtes Kanada-Erlebnis haben wollen und ihre Schulzeit in Amerika zusammen mit vielen Kanadiern verbringen möchten.
Die beliebte Schule liegt in Ontario, nicht weit von der Grenze zu den USA. Man kann hier aussuchen, ob man das IB oder das High-School-Diplom machen möchte. Eine Besonderheit ist, dass man die Kursangebote aus beiden Bereichen miteinander kombinieren kann, so dass sich ein Stundenplan nach eigenen Interessen und Neigungen zusammenstellen lässt. Daneben weiß das Ridley College mit einem breitgefächerten Sport- und Freizeitangebot zu überzeugen.
Die genannten Schulen stehen dabei nur beispielhaft für eine große Auswahl an IB-Schulen in Amerika, sowohl in Kanada als auch in den USA. Sie befinden sich in beiden Ländern in vielen verschiedenen Gegenden, in großen Städten genauso wie in ländlichen Regionen und in der Nähe wunderbarer Landschaften. Sie alle setzen, abgesehen vom akademischen Programm, jeweils ihre individuellen Schwerpunkte, so dass es für alle internationalen Schülerinnen und Schüler mindestens eine IB-Schule in Amerika gibt, die gut zu den persönlichen Zielen und Erwartungen passt.
FAQ
Welchen Vorteil haben IB-Schulen in Amerika?
IB-Schulen in Amerika haben dieselbe Grundstruktur, unabhängig von ihrem Standort. Das bedeutet, dass ein an einer IB-Schule erworbenes Abschlusszeugnis überall gleichermaßen anerkannt wird – auch von Universitäten in Deutschland.
Kann man IB-Schulen in Amerika auch ohne Abschluss besuchen?
Ja, das ist möglich. Viele Schülerinnen und Schüler aus Europa verbringen ein Schuljahr an einer amerikanischen IB-Schule und kehren danach für den Abschluss nach Hause zurück.
Wie kann man sich für IB-Schulen in Amerika bewerben?
Private IB-Schulen in Amerika haben feste Bewerbungsprozesse. Diese sehen unter anderem einen Sprachtest, das Vorlegen von Zeugnissen und ein persönliches Interview vor.


