Sportschulen in Amerika

Sportschulen in Amerika

Sport gehört wohl überall auf der Welt in der einen oder anderen Form zum Lehrplan, denn schließlich steckt ja bekanntlich ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. So zielt das schulische Sportangebot auch in erster Linie darauf, dass alle mitmachen können und dass Sport als Ausgleich zum geistigen Arbeiten verstanden wird. Wer seine Sportart intensiver betreiben will, weicht dafür in Europa auf den Vereinssport aus. In amerikanischen Schulen ist diese Trennung nicht nötig. Private Boardingschools in den USA und Kanada bieten in vielen Fällen exzellente Bedingungen für professionelles Training und Wettkämpfe auf hohem Niveau – und das keineswegs nur an reinen Sportschulen.

 

Training im Stundenplan: Der Vorteil der Internate

Internate sind Schulen, die mehr sind als Schulen. Da die Schülerinnen und Schüler an Internaten, die in Nordamerika „Boarding Schools“ heißen, eben nicht nur lernen, sondern auch leben, sind diese Schulen auch dafür zuständig, Freizeitangebote zu schaffen. Zu dem, was die jungen Leute in ihrer Freizeit gerne machen, gehört untrennbar der Sport. Und während eine normale Schule in Deutschland wenig Rücksicht darauf nehmen kann, dass eine junge Basketballerin am Abend in weiter Entfernung ein wichtiges Spiel hat oder dass ein junger Schwimmer frühmorgens trainieren muss, finden Internate Wege, um Unterricht und Freizeit unter einen Hut zu bekommen. Das gilt im besonderen Maße für private Internate, deren Sportbereiche oftmals hervorragend ausgestattet sind, so dass die jungen Athleten das Schulgelände nicht verlassen müssen, um zu trainieren.

 

Spezialisierungen der Sportschulen in Amerika

Alle privaten Internate in den USA und in Kanada bieten mehrere Sportarten an, an denen man sich beteiligen kann. Meist sind diese Sportarten sowohl „recreational“, also als Freizeitspaß, oder in wettkampforientierter Form belegbar. In der letztgenannten Form schicken die Schulen Teams in mehreren Disziplinen an den Start, wobei sie meistens in einigen davon besonders gut dastehen. Zu den Sportarten, die man an den Schulen in Amerika finden kann, gehören unter anderem:

  • Baseball
  • Basketball
  • Cheerleading
  • Eishockey
  • Football
  • Fußball
  • Golf
  • Hockey
  • Lacrosse
  • Leichtathletik
  • Reitsport
  • Rudern
  • Rugby
  • Schwimmen
  • Segeln
  • Ski alpin
  • Tennis
  • Volleyball

 

Alle Schulen können sich selbst aussuchen, welche Athletik-Varianten sie anbieten möchten und je nach Nachfrage kann sich das Angebot auch mal ändern. Einige Sportarten sind dabei in einigen Regionen stärker vertreten als in anderen. Wer zum Beispiel Eishockey spielen möchte, findet in Kanada und im Nordosten der USA die besten Bedingungen dafür und während Tennis eigentlich überall angeboten wird, sind die klimatischen Bedingungen im Süden der USA oder in Kalifornien dafür natürlich besonders gut geeignet.

 

Gute Gelegenheiten für internationale Schüler an den Sportschulen in Amerika

Junge Sportlerinnen und Sportler, die zuhause in Europa ihren Sport auf hohem Niveau betreiben, bekommen an den Sportschulen in Amerika besonders gute Gelegenheiten, um regelmäßig auf hohem Niveau zu trainieren und sich weiterzuentwickeln. Das gilt natürlich ganz besonders für Sportarten, in denen Amerikaner oder Kanadier zur Weltspitze gehören. Zu diesen Disziplinen gehören etwa Baseball, Cheerleading, Eishockey und Football, aber auch Schwimmen, Tennis oder Frauenfußball. Aber auch für eher europäisch geprägte Disziplinen wie Feldhockey oder Fechten sind an den amerikanischen Schulen zu finden. Übrigens: Wer eine Sportart ausüben möchte, die an der Schule der Wahl nicht im Programm ist, bekommt oft Unterstützung von der Schule, um den Sport bei einem Club oder an einer anderen Schule in der Nähe weiterverfolgen zu können.

 

Sport auf hohem und auf ganz hohem Niveau

Der Sport im Jugendbereich ist in Nordamerika fast ausschließlich bei den Schulen angesiedelt. Dort finden junge Athleten die benötigten Möglichkeiten zum Trainieren. Der Wettkampfbetrieb findet ebenfalls im Rahmen der Schulorganisation statt. Zu diesem Zweck schließen sich die Schulen zu regionalen Sportverbänden zusammen, unter dessen Dach Wettkämpfe der Schulen gegeneinander organisiert werden. Das bedeutet, dass die Schulen einer Region oft im Großen und Ganzen dieselben Sportarten anbieten und mit diesen Teams dann in unterschiedlichen Disziplinen gegen dieselben Schulen antreten. Daraus folgt auch, dass die Sportarten an den amerikanischen und kanadischen Schulen in der Regel saisonal angeboten werden: Im ersten Trimester eines Schuljahres ist die Saison für zum Beispiel fünf oder sechs Sportarten, im zweiten und dritten Trimester sind dann andere an der Reihe.

Es gibt daneben einige Schulen, die in bestimmten Disziplinen so gute Teams haben, dass sie auch überregional oder sogar auf nationaler Ebene antreten. In solchen Teams sammeln sich natürlich die besten Talente einer Sportart und nicht wenige dieser Sportlerinnen und Sportler spielen später in exponierter Rolle in der NCAA, dem mächtigen und vielbeachteten College-Sportverband. Und nicht wenige schaffen sogar den Schritt zum Profisportler in einer der großen Ligen oder bei Olympia. Wer es in eines dieser Teams schafft, hat entsprechend auch nach der Rückkehr nach Europa gute Karten, um seinen Sport auf hohem Niveau weiterbetreiben zu können. Um Teil einer der Mannschaften der Sportschulen in Amerika zu werden, die überregional spielen, muss man allerdings meistens zunächst in einer Sichtung bestehen. Gerade in den Sportarten, mit denen sich viele amerikanische und kanadische Jugendliche schon von Kindesbeinen an beschäftigen, ist das oft ein sehr hohes Hindernis.

 

Einige Beispiele für Sportschulen in Amerika

Es gibt in Europa viele junge Leute, die in ihrer Sportart schon beachtliche Erfolge erzielen konnten und deren Leistungen sozusagen über den regionalen Wettkampfrahmen hinausgewachsen sind. Sportschulen in Amerika bieten für solche Athleten genau den richtigen Rahmen, um sich weiterzuentwickeln. Doch auch wer gar nicht ganz so hoch hinauswill, findet an Internaten in Kanada oder den USA ein gut organisiertes Umfeld, in dem Sport Spaß macht.

Welche der Schulen die richtige für die individuellen Ambitionen einer Schülerin oder eines Schülers ist, hängt letzten Endes nicht nur von sportlichen Gesichtspunkten ab, sondern auch vom Akademischen, von den Wünschen an Schulgröße und Location und von einer Reihe anderer Aspekte. Für alle, für die der Sport ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl einer Schule für ein Auslandsjahr in Amerika ist, sind unter anderem die folgenden amerikanischen Boarding Schools interessant:

 

  • Windermere Preparatory School

Dieses moderne Internat ist eine große Schule mit rund 1800 Schülerinnen und Schülern. Das ist sicher auch ein Grund dafür, warum an der Windermere Preparatory School eine besonders große Auswahl an Sportarten anbietet – und das sonnige Klima Floridas sorgt dafür, dass man das ganze Jahr über unter guten Bedingungen trainieren kann. Für Schwimmen, Rudern, Tennis, Golf und Fußball bestehen darüber hinaus Kooperationen mit örtlichen Vereinen, so dass diese Sportarten das ganze Jahr über intensiv ausgeübt werden können.

 

  • CATS Academy Boston

Der amerikanische Nordosten ist das Zentrum der Bildung in den USA und so legt auch die CATS Academy den Fokus auf ein sehr gutes akademisches Angebot. Parallel dazu hat die Schule im Bostoner Vorort Braintree in den letzten Jahren ein Elite-Basketball-Team für Jungen aufgebaut, das viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und schnell zu einem Powerhouse für angehende NCAA-Spieler geworden ist. Neben der Basketball- hat die Schule auch eine Eishockey-Akademie im Angebot.

 

  • Kents Hill School

Als reine Oberstufenschule hat die Kents Hill School im Bundesstaat Maine nur eine verhältnismäßige kleine Schülerzahl, diese aber werden mit einer großen Auswahl an verfügbaren Sportarten verwöhnt. Als eine von nur wenigen Schulen in Amerika bietet die Kents Hill School zum Beispiel ein Reitsportprogramm an. Das Highlight ist aber sicher die Tatsache, dass dieses Internat ein eigenes Trainingscenter für das alpine Skifahren mit eigenem Skilift besitzt.

 

  • Bishop’s College School

Für junge Eishockeyspieler ist Kanada sicherlich schon allein deshalb die erste Adresse für ein Auslandsjahr, weil es bekanntlich das Mutterland des Eishockeys ist. Internate wie die Bishop’s College School ergänzen diesen nostalgischen Gedanken noch um ganz handfeste Argumente: Die Schule hat ein hervorragend ausgestattetes eigenes Eisstadion auf dem Schulgelände, so dass regelmäßiges, intensives Training möglich ist. An der Schule ist nicht zuletzt aus diesem Grund ein Elite-Hockey-Programm angesiedelt, zu dessen Absolventen zahlreiche heutige Profis zählen.

 

  • Shawnigan Lake School

Schon allein die Lage dieser Schule auf Vancouver Island im Westen Kanadas lädt zu Aktivität und Bewegung ein, denn die Shawnigan Lake School liegt umgeben von viel Natur. Sie ist das ganze Jahr über eine gute Adresse für alle, die eine Sportschule in Amerika kennenlernen wollen. So hat die Schule ein erfolgreiches Feldhockey-Team, Tennis- und Squashplätze auf dem Campus und nennt ein Bootshaus für die Kanu- und Ruderteams ihr eigen. Im Winter wird die Schule für eine Woche geschlossen, denn dann übernehmen alle Schüler und Lehrkräfte während der „Ski Week“ ein komplettes Skiresort und beschäftigen sich mit Wintersport.

 

Diese Beispiele zeigen zum einen die Vielfalt der Sportschulen in Amerika, in denen das ganze Jahr über Sport auf hohem Niveau betrieben werden kann. Sie zeigen aber auf der anderen Seite auch, dass man sich gut orientieren muss, wenn es um ein Auslandsjahr in Kanada oder den USA geht. Zwar sind fast alle der privaten Internate in den beiden Ländern so gut ausgestattet, dass man sie ohne Weiteres als Sportschulen in Amerika bezeichnen kann, aber sie sind eben häufig auf eine Handvoll Sportarten fokussiert.

 

 

FAQ

 

Was ist der Vorteil von Sportschulen in Amerika?

In den USA und Kanada ist der Jugendsport zum allergrößten Teil Sache der Schulen. Private Schulen sind im Sportbereich besonders gut und fortschrittlich ausgestattet. Internate sind zudem besonders gut darin, Sport und Freizeit mit dem Unterricht unter einen Hut zu bringen, so dass kein Aspekt zu kurz kommt.

 

Muss man sehr gut im Sport sein, um eine Sportschule in Amerika zu besuchen?

Schulen, deren Mannschaften auf sehr hohem Niveau spielen, veranstalten meist Try-Outs für ihre Teams. An den allermeisten Schulen kann aber jeder am Sportprogramm teilnehmen.

 

Welche Sportarten kann man an Sportschulen in Amerika belegen?

Besonders häufig vertreten sind Baseball, Basketball, Fußball und Eishockey. Daneben gibt es aber auch für unzählige weitere Sportarten sehr gute Angebote, zum Beispiel für Leichtathletik, Schwimmen, Rudern, Feldhockey, Ski, Volleyball, Rugby, Lacrosse, Football und viele weitere.

 

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