Vergleich Internate in Amerika und England

Auslandsjahr am Internat: England, USA oder Kanada?

Ein Schuljahr im Ausland gehört für viele Familien von Beginn der Schulzeit an fest zum Plan, andere kommen spontan auf den Geschmack. In der Regel findet dieses in den höheren Schuljahren statt, etwa in der 11. Klasse, wenn sich der Blick auf die Zeit nach dem Schulabschluss richtet. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist sich auch jeder darüber im Klaren, wie wichtig gute bis sehr gute Englischkenntnisse für die Karriere sind. Das ist einer der Gründe, warum englischsprachige Länder für ein Schuljahr im Ausland besonders hoch im Kurs stehen. Doch welches Land soll es sein? Welches passt am besten zu Persönlichkeit und Interessen? Aus welchem kann man anschließend unkompliziert wieder zurück ins deutsche Schulsystem einsteigen? Und vor allem: Wie sind die Unterschiede bei den Kosten?

 

Das Internat als sinnvolle Lösung für das Auslandsjahr

Unabhängig vom ausgewählten Gastgeberland erweisen sich Internate in der Regel als eine besonders gute Option für das Schuljahr im Ausland. Hier bekommen Eltern die Gewissheit, dass für Ihr Kind umfassend gesorgt ist und dass es einen Ansprechpartner für alle Belange hat. Zudem lebt es dort mit Gleichaltrigen aus aller Welt zusammen und lernt in diesem Zusammenhang viele Fähigkeiten und Kompetenzen, die sich im späteren Leben bezahlt machen. Dabei ist Englisch die Umgangssprache und die Aufbesserung der Englischkenntnisse erfolgt ganz von allein. Nicht zuletzt verfügen Internate in der Regel über eine hervorragende Ausstattung auch außerhalb des reinen Lehrbetriebs. Schülerinnen und Schüler am Internat erhalten so Zugang zu besten Möglichkeiten, um sich in ihrer Freizeit mit Sport, Musik oder Kunst zu beschäftigen.

 

1. Die Schulauswahl

Internate haben eine sehr lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Man kann sicher mit einigem Recht behaupten, dass Großbritannien das Heimatland der Internate ist und das zeigt sich bis heute an der Zahl solcher Schulen. In Großbritannien gibt es mehr als 400 Internate, die meisten davon in England. Es besteht also eine große Zahl an Optionen für ein Schuljahr am Internat im Ausland und das hat seine Vorteile: Da viele davon recht vergleichbare Angebote und Preise haben und sich auch in ihrer geografischen Lage oft nicht sonderlich unterscheiden, kann man meist recht leicht von einer Schule auf die andere ausweichen, wenn das Wunschinternat keinen Platz mehr haben sollte.

Im kanadischen Schulwesen sind Boarding Schools seltener, doch auch hier gibt es eine gute Auswahl. Auf Grund des knapperen Angebots insgesamt ist es aber ratsam, sich frühzeitig um einen Platz zu kümmern. Ähnliches gilt auch für die Internate in den USA, obwohl diese von der Zahl her mit Großbritannien mithalten können. Allerdings gibt es in den USA viel deutlichere Unterschiede zwischen den Schulen und nicht jedes Internat passt zu jeder Persönlichkeit.

 

2. Bewerbung und Annahmechancen

Die britischen Internate auf der einen und die nordamerikanischen Internate auf der anderen Seite nutzen jeweils sehr ähnliche Bewerbungsverfahren. Bei beiden gehören immer die Vorlage der letzten Zeugnisse und ein persönliches Aufnahmegespräch mit zum Prozess. Britische Schulen erwarten in der Regel, dass die Bewerber unter Aufsicht einen Eignungstest in Englisch und in Mathe ablegen. Amerikanische und kanadische Internate verlangen dagegen nur einen Standard-Englischtest, den man zu Hause ablegen kann, dafür aber Referenzschreiben von den aktuellen Lehrkräften in Englisch und Mathe.

Die Annahmechancen sind natürlich in jedem Land abhängig vom Bewerber. In England gibt es viele Schulen, die einander in vielen Aspekten recht ähnlich sind. Hier ist es häufig eine der Hauptaufgaben der Berater, aus einer großen Zahl vergleichbarer Angebote diejenigen zu filtern, die freie Plätze anbieten können. Bei den Schulen in den USA und Kanada dagegen fällt auf, dass diese sich viel deutlicher voneinander unterscheiden. Eine spezialisierte Internatsberatung für USA und Kanada nimmt daher einen genauen Abgleich zwischen Erwartungen, Interessen und Persönlichkeit des Bewerbers einerseits und dem Angebot, der Ausrichtung und der Atmosphäre von Internaten andererseits vor. Nicht jedes amerikanische Internat passt zu jedem Schüler. Erfahrene Berater wissen, welche Charaktere sich die Internate für ihre Schulgemeinschaft wünschen. Durch dieses „Matchmaking“ steigen die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung deutlich.

 

3. Fächerauswahl

Britische Schüler nehmen in der Oberstufe in aller Regel Kurs auf die sogenannten A-Levels, den höchsten regulären Schulabschluss im Land. In den letzten beiden Jahren der Schulzeit belegen die Schüler in diesem System nur noch drei oder vier Fächer, diese dann dafür besonders intensiv. Damit soll eine frühzeitige Fokussierung auf ein später folgendes Studiengebiet erreicht werden. Die zur Auswahl stehenden Fächer beschränken sich an vielen Schulen weitgehend auf den üblichen Fächerkanon aus Mathematik, Fremdsprachen, Natur- und Geisteswissenschaften. Für internationale Schüler, die nur für einen begrenzten Zeitraum an eine britische Schule gehen möchten, ergibt sich daraus mitunter das Problem, dass die eigentlich gewählten Fächer schon voll belegt sind und man nur noch wenige Alternativen zur Auswahl hat.

Dem gegenüber sind die Lehrprogramme an den nordamerikanischen Highschools deutlich vielfältiger aufgestellt. Um das High-School-Diplom, also das amerikanische oder kanadische Abitur, zu erhalten, muss man verschiedene Fächergruppen abgedeckt haben – die genauen Vorgaben unterscheiden sich regional. Innerhalb der Fächergruppen gibt es aber an vielen Schulen sehr viele unterschiedliche thematische Angebote, ähnlich den Seminaren an der Hochschule. So werden etwa in Geschichte, Naturwissenschaften oder Englisch Kurse zu Themen angeboten, die keineswegs überall zu finden sind. Die Schulen haben recht freie Hand, ihr Angebot an Wahlkursen zu gestalten, was insgesamt zu einem deutlich vielseitigeren Lehrprogramm als in Großbritannien führt. Das Curriculum wird darüber zu einem weiteren, wichtigen Differenzierungsfaktor unter den Schulen und spielt für die Auswahl eines passenden Internats manchmal eine wichtige Rolle.

 

4. Schulabschluss im Ausland

Im Bezug auf die Anerkennung der im Ausland erworbenen Schulabschlüsse sind sich die britischen A-Levels und das amerikanische High-School-Diplom recht ähnlich. Beide können in Deutschland in aller Regel dem Abitur gleichgestellt werden, dienen also nicht als uneingeschränkte Zugangsberechtigung für deutsche Hochschulen. Es gibt Ausnahmen, etwa für spezifische Fächer (fachbezogener Hochschulzugang), oder wenn der ausländische Schulabschluss mit weiteren akademischen Zertifikaten aufgewertet wurde. Wer das Abitur in Amerika oder in England machen und anschließend in Deutschland studieren möchte, sollte sich daher in jedem Fall gründlich mit den Vorgaben beschäftigen. Prinzipiell gelten die genannten Einschränkungen auch für das kanadische High-School-Diplom. Hier gibt es jedoch zwei erwähnenswerte Ausnahmen: Schulabschlüsse, die in den Provinzen Ontario und Québec erlangt werden, können unter Einhaltung bestimmter Vorgaben in Deutschland als allgemeine Hochschulzugangsberechtigung anerkannt werden.

Eine Sonderstellung nimmt in allen Ländern das International Baccalaureate (IB) ein. Dabei handelt es sich um ein Programm, das überall in der Welt nach denselben Richtlinien und mit denselben Inhalten unterrichtet wird. Ein IB-Diplom, das nach den Vorgaben erreicht wurde, berechtigt auch in Deutschland zur Aufnahme eines Studiums. Es gibt zahlreiche IB-Schulen in Kanada und in den USA, aber auch in Großbritannien, an denen dieser angesehene Abschluss erreicht werden kann.

 

5. Leben am Internat

Vor dem Hintergrund der langen Geschichte der Boarding Schools in Großbritannien weiß man an den dortigen Internaten natürlich genau, dass das Leben eines Teenagers nicht nur aus Lernen besteht. Sie sind daher darum bemüht, den Schülern auch Optionen für die Freizeit anzubieten. Neben diversen Sportangeboten und Möglichkeiten, sich künstlerisch oder musisch zu betätigen, gehören dazu auch verschiedene gemeinsame Unternehmungen an den Wochenenden. Diese dienen auch dazu, das Gastgeberland besser kennenzulernen.

Kanadische und amerikanische Internate handhaben diese Herausforderungen genauso. Auf beiden Seiten des Atlantiks lässt sich aber keine allgemeingültige Aussage über die Freizeitangebote an den Internaten treffen. Diese sind in ihrer Ausgestaltung, in Quantität und Qualität von Schule zu Schule verschieden. Sie sind damit auch ein wichtiger Faktor zur Differenzierung und spielen eine wichtige Rolle bei der Suche nach individuell zu einem Bewerber passenden Schulen.

 

6. Sport

Gibt es bei der allgemeinen Bewertung der Freizeitoptionen keinen eindeutigen Sieger im Ländervergleich zwischen Großbritannien, den USA und Kanada, so liegen die besseren Angebote für Sport in aller Regel auf der nordamerikanischen Seite. Das liegt vor allem daran, dass in Kanada und den USA die Schulen ohnehin die Orte sind, an denen in jungen Jahren Sport getrieben wird. Das Vereinswesen, wie man es aus Deutschland kennt, spielt dort nur eine sehr geringe Rolle. Stattdessen erfährt der Schulsport viel Beachtung und jedes Internat ist Mitglied einer Sportliga mit anderen Schulen in der Region, in der Wettkämpfe ausgetragen werden. Diese Sportteams sind Aushängeschilder ihrer Schulen und sie können daher oft auf exzellente Anlagen zurückgreifen. Sportfelder und riesige Sporthallen, Eissporthallen, Reitanlagen, Schwimmbäder, Bootshäuser – alles das findet man an Internaten in den USA und in Kanada. Hinzu kommen hervorragend ausgebildete Trainer, Kraft- und Fitnessräume und oft sogar eine sportmedizinische Betreuung für die jungen Athleten. Während einige Sportarten wie Fußball, Tennis oder Basketball an so gut wie jeder Schule vertreten sind, bieten einige Internate auch nicht alltägliche Disziplinen an. Das Sportangebot ist daher oft ein wichtiges Differenzierungsmerkmal für Internatsberater.

 

7. Betreuung

Internate sind Orte des Lernens und des Lebens zugleich. Eltern erwarten daher zurecht, dass ihre Kinder nicht nur in akademischer Hinsicht ein Zuhause finden, sondern sich auch in allen anderen Belangen wohlfühlen können. In dieser Hinsicht werden die Erwartungen auch in aller Regel voll und ganz erfüllt. Das gilt sowohl für Schulen in England oder Schottland als auch für Internate in Kanada und den USA. An diesen privaten Schulen erleben Schüler aus Deutschland oft einen ganz anderen Zugang zu den Lehrkräften. Diese stehen ihnen während des Unterrichts in den kleinen Klassen und während der täglichen, festen Lernzeiten für die schulische Unterstützung zur Verfügung. Hinzu kommen die Hauseltern, also die Angestellten oder Lehrkräfte, die mit den Schülern zusammen in den Unterkünften leben. Diese sind nicht nur dafür da, gemeinsame Unternehmungen zu organisieren, sondern haben auch immer ein offenes Ohr für alle Anliegen.

An den Internaten in Amerika kommen meist noch weitere Betreuer und Ansprechpartner hinzu. Da diese Schulen der Vorbereitung auf das College dienen, gibt es bei ihnen sogenannte Collegeberater. Diese beginnen schon früh mit ihrer Hilfe bei der Zusammenstellung einer überzeugenden Uni-Bewerbung. Dazu gehört etwa die richtige Kursauswahl auf dem Weg zum Abschluss. Die Sportlerinnen und Sportler in der Schülerschaft haben darüber hinaus Trainer und Coaches, die sie begleiten und unterstützen. Und schließlich gibt es an den amerikanischen Internaten häufig eine Krankenstation mit professionellem Personal, die den Schülern bei gesundheitlichen Themen zur Seite steht.

 

8. Verpflegung

Auch beim Thema Essen lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen darüber treffen, in welchem Gastland die Versorgung besser ist. Klar ist: Niemand muss Sorge haben, dass die Verpflegung am Internat in England nur aus Fish & Chips oder in den USA nur aus Hamburgern besteht. Tatsächlich bieten die allermeisten Internate richtig gutes, schmackhaftes und vielseitiges Essen an. Besondere Vorgaben etwa zu Allergien oder bestimmten Ernährungsweisen werden selbstverständlich berücksichtigt. In aller Regel sollte die Versorgung von Internatsschülern aus drei vollwertigen Mahlzeiten am Tag bestehen; an den Wochenenden wird auch manchmal auf einen Brunch zurückgegriffen. Gute Internate bieten für alle Mahlzeiten eine weitreichende Auswahl, mit Obst, Gemüse, einer Salatbar oder der Möglichkeit, sich ein Sandwich zu machen. Dazu gibt es bei vielen Schulen die Option, Snacks zu beziehen und wer möchte, kann sich abends auch oft den Pizzaservice kommen lassen. Bei den meisten Schulen wird das Essen im Haus gekocht, mitunter sogar mit Zutaten aus dem schuleigenen Garten. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Verpflegung an den Internaten in der Regel besser ist als ihr Ruf. Das gilt für Internate in Amerika ebenso wie für solche in Großbritannien.

 

9. Unterkunft

Die wohl am weitesten verbreitete Art der Unterbringung an Internaten in Europa ebenso wie in Kanada und den USA sind die Wohnheime. Dabei handelt es sich um größere Gebäude mit vielen Zimmern, ähnlich wie ein Hotel. Die Badezimmer befinden sich dabei meist auf dem Flur und werden von den Bewohnern mehrerer Zimmer genutzt. Dazu gibt es Gemeinschaftsräume in den Wohnheimen und oft auch Küchenzeilen und Waschküchen. Auf Grund der längeren Tradition sind die Gebäude in England in aller Regel älter als die in Amerika, sie werden aber natürlich regelmäßig renoviert.

Insbesondere in den USA trifft man daneben aber auch häufig auf eine andere Art der Unterbringung. Hier setzen einige Internate auf dezentrale Einheiten. Das können einzelne, kleinere Boardinghäuser verstreut auf dem Campus sein oder in einigen Fällen auch normale Wohnhäuser, die umgebaut worden sind. Mitunter befinden sich diese nicht direkt neben den Unterrichtsgebäuden, sondern ein paar Minuten davon entfernt. In den USA und in Kanada ist es üblich, dass die Internatszimmer eine Doppelbelegung haben. Es gibt aber auch davon abweichende Modelle.

 

10. Kosten und Zusatzkosten

Die Kosten für Internate in England und Schottland sind in der jüngeren Vergangenheit deutlich gestiegen. Der Grund dafür ist die Erhebung von Mehrwertsteuer in Höhe von 20% auf die Gebühren, die im Jahr 2025 eingeführt wurde. Seitdem kann man für ein Schuljahr an einem britischen Internat mit Gebühren rechnen, die umgerechnet etwa im Rahmen 64.000-70.000 Euro liegen. Bei den Internaten in den USA ist die Spannweite etwas weiter. Gute Internate sind schon ab etwa $55.000 zu haben, nach oben hin sind aber auch mehr als $85.000 möglich. Das ergibt umgerechnet etwa 46.500-72.000 Euro. Der Blick auf kanadische Internate zeigt eine Bandbreite von umgerechnet etwa 46.000-62.000 Euro.

Das bringt alle drei beliebten Länder für ein Schuljahr im Ausland nominell auf ungefähr denselben Stand. Entscheidend ist aber, was für dieses Geld geboten wird. Neben den Standardleistungen wie Unterbringung, Versorgung, Betreuung und natürlich Unterricht haben die amerikanischen und kanadischen Internate oft ein deutlich breiter gefasstes Angebot als britische Schulen. Vor allem bei der technisch hochwertigen Einrichtung von Laboren, Musik- und Kunststudios und bei den oft sehr professionellen Sportanlagen bieten Internate in den USA und Kanada generell mehr als Internate in England. Auch bei den Wochenend- und Freizeitangeboten haben die Amerikaner in der Regel mehr zu bieten. In allen drei Gastgeberländern muss man daneben mit zusätzlichen Kosten rechnen, etwa für Schuluniformen oder Versicherungen. Diese können je nach Preisgestaltung der Schulen sehr unterschiedlich ausfallen.

 

11. Visum

Im Bezug auf die Einreiseformalitäten hat England gegenüber Amerika die Nase vorn – zumindest für Kurzaufenthalte über nur ein Trimester. Für einen Aufenthalt im Land von bis zu 180 Tagen Länge ist kein Visum erforderlich. Wer aber länger bleibt, braucht ein Visum. Dieses lässt sich für Großbritannien allerdings relativ einfach auf digitalem Weg beantragen. Mit dem Visum muss man einen Aufschlag für den Zugang zum britischen Gesundheitssystem bezahlen. So ergeben sich insgesamt Kosten von umgerechnet gut 1500 Euro.

Um ein Internat in den USA zu besuchen, braucht es in jedem Fall ein Visum, unabhängig von der Länge des Aufenthalts. Dabei bezahlt man als Antragssteller zunächst für die Registrierung in der Datenbank der Behörden und dann für den eigentlichen Antrag. Insgesamt kommen hier Kosten von umgerechnet etwa 455 Euro zusammen. Allerdings ist die Beantragung umständlicher als bei den Briten: Erforderlich sind sowohl das Ausfüllen eines sehr langen Fragebogens als auch ein persönliches Interview in einem US-Konsulat. Für Internate in Kanada wird, ab einem Aufenthalt von mehr als einem halben Jahr, eine Study Permit benötigt. Insgesamt entstehen nur Kosten in Höhe von etwa 150 Euro und der gesamte Antrag kann recht bequem und benutzerfreundlich online erledigt werden. Allerdings werden daneben auch noch die biometrischen Daten der Antragssteller benötigt und diese kann man nur in einem Visa Application Centre abgeben, von denen es in Deutschland nur zwei gibt.

 

12. Freizeit, Aktivitäten und Erlebnisse

Wer sich dafür entscheidet, einen Teil der Schullaufbahn in einem anderen Land zu verbringen, tut das auch mit der Absicht, einmal etwas anderes zu erleben und neue Erfahrungen zu machen. Daher sind Unternehmungen außerhalb des Schulgeländes auch ein wichtiger Aspekt für die Auswahl eines Internats für das Auslandsjahr. Die Ausgestaltung und die Zahl solcher Unternehmungen liegen vollständig in der Hand der Schulen.

Allgemein kann man sagen, dass die Internate in den USA im Hinblick auf Erlebnisse außerhalb des klassischen Unterrichts die Nase vorn haben. In der amerikanischen Schulphilosophie spielen Hands-on-Erfahrungen ohnehin eine deutliche größere Rolle als in Europa. Viele Schulen haben daher zum Beispiel Outdoor-Erlebnisse fest in den Lehrplan integriert. Die Möglichkeiten für Freizeitangebote für die Internatsschüler an den Wochenenden sind natürlich regional unterschiedlich, umfassen aber oft Ausflüge in große Städte wie Boston, New York, San Francisco oder Washington DC. Dort werden etwa Sport- oder Kulturveranstaltungen besucht. Die USA bieten für gemeinsame Ausflüge eben auch eine Vielzahl von interessanten Optionen. In Florida stehen die dortigen Freizeitparks auf dem Programm, in Kalifornien geht es auch mal an den Strand und in Connecticut oder Maine zum Skifahren.

 

Fazit

Bei einem Ländervergleich zwischen Internaten in Kanada, den USA und Großbritannien gibt es keinen Sieger. Das liegt daran, dass eine Entscheidung für ein Internat für das Auslandsjahr immer eine höchst individuelle Sache ist. Die Erwartungen, Ziele und Voraussetzungen eines jeden Bewerbers sind immer einzigartig. In akademischer Hinsicht gibt es in jedem Land hervorragende Optionen und selbstverständlich ermöglichen auch alle drei Länder eine nachhaltige und deutliche Verbesserung der Englischkenntnisse. Was die Kosten angeht, so hat Großbritannien seit der Einführung der Umsatzsteuer auf die Schulgebühren deutlich an Attraktivität verloren. Dies gilt insbesondere dann, wenn man das Gesamtpaket vergleicht. An den Internaten in den USA und in Kanada wird insgesamt mehr geboten, wenn man die Sport- und Freizeitangebote mit in die Berechnung einfließen lässt und die Länder bieten auch insgesamt mehr an Entdeckungen und Erlebnissen.

 

Diesen Beitrag Teilen

Facebook
WhatsApp
Telegram
Email